Genprofil

CNGA3-assoziierte Achromatopsie

Was CNGA3 im Zapfen leistet, wie die Erkrankung klinisch eingeordnet wird und wo die Forschung steht.

Genetischer FachinhaltRedaktionell quellengeprüft; externe Fachprüfung noch offen
Zuletzt geprüft20.08.2026
Etablierte KrankheitsursacheForschungsstand 20.08.2026

Funktion des Gens

CNGA3 kodiert die α-Untereinheit des CNG-Kanals der Zapfen. Der Kanal ist erforderlich, damit Zapfen Lichtreize in neuronale Signale übersetzen können.

Klinische Einordnung

CNGA3 gehört weltweit zu den häufigsten genetischen Ursachen. Die Ausprägung ist variabel; komplette und inkomplette Formen sind möglich. Häufigkeiten unterscheiden sich je nach Population.

Diagnostik

Die Zuordnung erfolgt durch molekulargenetische Diagnostik zusammen mit dem klinischen Befund. Ein einzelner Variantenbericht sollte fachgenetisch interpretiert werden: Nicht jede gefundene Genvariante ist krankheitsverursachend, und die Diagnose setzt in der Regel passende biallelische pathogene oder wahrscheinlich pathogene Varianten voraus.

Therapie und Forschung

CNGA3 war Ziel mehrerer früher klinischer AAV-Studien. Das Tübinger Programm lieferte einen wichtigen Proof of Concept und mehrjährige Sicherheitsdaten. In kleinen, offenen Studien wurden bei einzelnen Endpunkten Verbesserungen beobachtet. Wegen geringer Fallzahlen und fehlender randomisierter Kontrollgruppen ist damit keine allgemeine Wirksamkeit bewiesen.

Keine individuelle Prognose aus dem Gennamen

Gen, Variante, Netzhautstruktur, Alter, Sehfunktion und weitere Faktoren wirken zusammen. Diese Seite kann keine persönliche Prognose oder Studieneignung bestimmen.

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